
Am Endpunkt der menschlichen Zivilisation, einer Müllhalde, begegnet Trashy der bezaubernden Swany, Trashy klammert sich in seiner Einsamkeit an diese verzweifelte Liebe.
Wo sind die Grenzen der Liebe? Was kann überhaupt als solche definiert werden? Tschaikowskys Ballet 'Der Schwanensee' inspirierte uns, eben diese Themen nachzuspüren.
In sechs Szenen stellen sieben Pantomime-KünstlerInnen groteske, komödiantische Situationen dar. Im Mittelpunkt steht eine normale Parkbank. Das Bühnenbild ist bewusst schlicht gehalten, außer der Bank und einzelnen, wenigen Requisiten kommen die Inhalte nur durch Körpersprache und Mimik zum Ausdruck. Alle Szenen beginnen in einer trivialen Alltagssituation: Zwei Frauen machen scheinbar eine Mittagspause, für eine Nachtschwärmerin fungiert die Bank als Ruhestätte oder ein Jugendlicher amüsiert sich über sein Comic. Durch kreative Improvisationsarbeit führten die SchauspielerInnen die einzelnen, in sich abgeschlossenen Beiträge ad absurdum. Die witzigen, tollpatschigen und unerwarteten Versuche der Charaktere, die Situationen aufzulösen, ist die eigentliche Handlung. Am Ende werden die Zuschauer durch ein Aha-Erlebnis überrascht. Verbunden werden die Szenen durch das regelmäßige Erscheinen eines Fotografen, welcher den Höhepunkt des Grotesken durch ein Bild festhält. So ergibt sich eine Sammlung irrwitziger Fotos. Orientiert an den Stummfilmen des frühen 20. Jahrhunderts werden die dargestellten Ereignisse und Emotionen der Charaktere durch Live-Klavierspiel untermalt und begleitet. Die Zuschauer erwartet eine freche, spritzige Mini-Kömödie, frei nach dem Motto: Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt!
Die "Florentinische Tragödie" handelt von einer klassischen Dreiecksgeschichte: Simone, ein florentinischer Kaufmann, kommt nach Hause und findet einen fremden Mann, den Adligen Guido Bardi, bei seiner Frau Bianca vor. Der Kaufmann, der seine Frau für ehrlich, aber unattraktiv hielt, muss feststellen, dass beide Annahmen falsch sind; während Guido, ein notorischer Ehebrecher, und Bianca ihn weitestgehend ignorieren, versucht er so hektisch wie erfolglos, den Gedanken an Biancas Ehebruch zu verdrängen. Erst als Guido gehen will, erreicht das Stück seinen dramatischen Höhepunkt...
Eine neue Polit-Talkshow geht auf Sendung: Eine hübsche, viel fragende und wenig wagende Moderatorin hat eitle, viel redende und wenig sagende Politiker zu Gast. Wen soll das noch interessieren? Vor der Kamera sind doch alle Politiker gleich - aber was ist dahinter, wenn die rote Lampe aus ist? Werfen Sie mit uns einen Blick hinter die Kulissen der neuen Talkshow "KONTROVERS" und entlarven Sie die Herrschaften - Back Stage. Wenn am Ende schließlich alle Klarheiten beseitigt sind bedarf es schon der Magie, um Ihnen die wahren Zusammenhänge in der Politik zu erläutern.
Im Raum schwebende Nymphen, der NÄRRISCHE Halbgott Pan und eine singende Athene bilden den Rahmen des Theaterstückes das musikalisch begleitet wird. Eingebettet in das selbstgedichtete Theaterstück ist eine Kampfperformance mit Körperbemalung. Die antiken mythischen Figuren führen durch die griechisch Mythologie rund um den Kampf von Marathon 490 v. Chr.
Der Marathonläufer absolviert vor dem Hintergrund der historischen Schlacht bei Marathon einen Zeitsprung in die Moderne. Er bildet damit eine stoffliche Vernetzung von antiker Mythologie und Personenkult der Gegenwart. Einst wurden antike Götter verehrt - heute werden Menschen als Götter geboren.
Jeder kennt sie, jeder liebt sie. Die skurrilen Helden unzähliger amerikanischer Slapstickfilme gehen irgendwann den unvermeidlichen Weg alles Irdischen. Doch auch „da oben“ - wo sie natürlich jeder vermutet - sind sie chaotischer Sand in der Maschine des Systems. Der himmlische Vater spricht ein Machtwort und unversehens befinden sich die beiden auf dem Flug nach unten. Landung: Deutschland. Hier kommen sie als erstes in eine Ausweiskontrolle. Aber auch andere Abenteuer müssen überstanden werden und nicht zuletzt bekommen die beiden irgendwann Hunger. Dabei verhalten sich unsere Helden nicht anders als in all ihren Filmen: direkt, naiv, tollpatschig und nicht zuletzt irgendwie lebensfroh. Konfrontiert mit dem heutigen Deutschland lassen die Beiden Alltägliches in einem absurd komischen Licht erscheinen, wo selbst der Humorlose ein schmunzeln nicht unterdrücken kann. Doch lachen wir über Stan und Ollie oder uns selbst...?
Widmer verbindet das Leichte und das Schwere, das Heitere und das Bedrückende miteinander. Der unversöhnliche Widerspruch von Wunsch und Wirklichkeit ist bis heute die Triebfeder für sein Schaffen.
Die kleine Szene im Rahmen des Chaos-Theaters soll einen "Aperitif" für die Premiere im Rahmen des Theaterfestivals im Juni 2005 darstellen.
Obwohl wir mit dem Begriff Chaos wohl meistens extreme Unordnung verbinden, haben Wissenschaftler festgestellt, dass sich in scheinbar chaotischen Strukturen sehr wohl eine gewisse Ordnung feststellen lässt. Diese Ordnungsform, welche liebevoll "Apfelmännchen" genannt wird, lässt sich in größeren und kleineren Varianten finden und sieht in etwa aus wie eine deformierte Himbeere. Umgekehrt kann man sagen, dass es wohl keine Ordnung gibt, in der nicht noch ein Rest Chaospotential vorhanden wäre. Beide Zustände sind sozusagen, trotz ihrer Gegensätzlichkeit miteinander "verheiratet".
Auch an diesem Chaostheaterabend werden sich diese beiden Gegensätze in Ästhetik und Inhaltlichkeit mischen und ihren speziellen Charme verbreiten. Insgesamt sechs verschiedene Gruppen mit unterschiedlichen Regisseuren und Themenschwerpunkten werden zu sehen sein. Was zunächst nach Chaos klingt, verbindet sich durch eine Ordnungsform - ähnlich der des Äpfelmännchens - zu einer Theatercollage in zwei Teilen. Verbunden und zugleich abgesetzt werden die einzelnen Elemente durch eine zusätzliche Gruppe, welche die "Metaebene" des Geschehens einnimmt und Sie als Zuschauer so in Bewegung bringt, dass sie dem kreativen Chaos genüsslich folgen können...